Etwas über uns, und der Weg zum Hund...


Wie ich zu meinem ersten Hund kam...

Unser geliebter Kater Frederick und Snopy
Unser geliebter Kater Frederick und Snopy

Schon seit ich denken kann wünschte ich mir einen Hund. Sah ich einen oder bekam sogar die Chance mich mit einem Hund beschäftigen zu können ergriff ich diese sofort. Meine Eltern sind zwar tierlieb, wir hatten beispielsweise immer Katzen und ich wurde mit unserem geliebten Kater Frederick groß,  sie lieben mittlerweile auch unsere Hunde ebenfalls über alles, aber sie wollten damals keinen in ihrem Haus haben. Sie hatten Angst, da ich ja auch noch „jung“ war, dass die Verantwortung dann bei ihnen hängen bleiben würde, was ich heutzutage auch verstehen kann. Da ich früher aber so bettelte für einen Hund, wollten sie mich „besänftigen“ und ich bekam mein erstes Meerschwein ;). So war mein Meerschweinchen Snopy eingezogen, leider nun kein Hund, aber ich behandelte ihn oft wie einen mit meinen 9 Jahren. So hörte er sofort auf seinen Namen, lief fast den ganzen Tag frei umher, war stubenrein und leichtes meerschweinchenfreundliches Agility machten wir auch zusammen. Da Meerschweinchen nicht alleine gehalten werden sollten, bekam er bald auch seinen ersten Freund… aber nun wieder zurück zum eigentlichen Thema. 

Avi und Stallhund Carlo
Avi und Stallhund Carlo

Da ich auch schon von klein auf reite und es an jedem Stall mehr oder weniger Stallhunde gibt, beschäftigte ich mich mit diesen jeden Tag, trainierte sie und lernte so, nicht nur von Büchern und co, sondern auch eine gewisse Praxis. Meine beste Freundin bekam dann einen eigenen Hund „Bobby“, einen kleinen Mischling aus Italien und wir kümmerten uns zusammen um ihn. Jeden Tag gingen wir zusammen spazieren und trainierten ihn. Ich versuchte mit ihm auch meine ersten Schritte in einer Hundeschule, wir trafen uns mit anderen Freunde und deren Hunde und veranstalteten zum Beispiel auch unsere erste Springprüfung mit den Hunden, wo ich Richter spielte. Da ich leider immer noch keinen eigenen Hund hatte, ging ich mit Nachbarshunden Gassi oder spielte „Hundesitter“. Mit zehn Jahren lernte ich ganz bewusst den Border Collie „live“ kennen und verliebte mich sofort in diese Rasse. So hielt ich immer schon besonderen Ausschau auf diese Rasse, lernte viel über sie und war unheimlich froh, als ich endlich meinen ersten Pflegehund bekam, der ein Border Collie war. Er war nicht von einer FCI Zucht und bestätigte so ziemlich alle Vorurteile bei einem Border Collie. Er war hyperaktiv, Ball verrückt, hütete ziemlich alles, aber er war auch unheimlich gelehrig. Mit zunehmenden Alter wurde das Border Collie Thema immer intensiver und da ich wusste, dass es zwar noch dauert, bis der erste eigenen Border Collie bei mir einziehen würde, aber ich ebenfalls auch wusste, dass er irgendwann kommen würde, hatte ich jede Menge Zeit mich ausführlich zu informieren, zu recherchieren und mir meinen Traumhund zu suchen. 

Des Weiteren beschäftigte mich auch ein Thema, das einfach nicht so schön ist. "Arme" Hund, beispielsweise in Tierheimen notdürftig untergebracht. Somit wollte ich diese Seite auch genauer kennen lernen und ich engagierte mich mit zunehmenden Alter auch in Tierheimen, ging mit den dortigen Hunden Gassi oder trainierte sie, damit sie "leichter" ein neues Zuhause fanden. Die zwei Hunde Peter und Kornelia werden mir hierbei wohl besonders in Erinnerung bleiben, es sind tolle Hunde gewesen, die nach einigen Trainingseinheiten auch immer "braver"geworden waren und ihre Traumfamilien letztendlich fanden, aber sie werden wohl immer teilweise "Problemhunde" bleiben. Dieses komplizierte Thema ist wohl nochmals ein ausführliches Thema für sich und sprengt hier komplett den Rahmen, also nochmal zurück zum eigentlichen Thema ;).

Jacky und klein Duke
Jacky und klein Duke

Natürlich hatte ich, wie viele zuerst, auch starke Zweifel, ob ich einem Border Collie überhaupt gerecht werden konnte. Das Thema, ob ein Border Collie ohne tägliches Hüten glücklich sein kann beschäftigte mich genauso, wie schon die Zucht, verschiedene Linien, Krankheiten oder der will to please. Auch wurde mir gesagt, dass ich doch einen Australien Shepherd holen sollte, da das doch die „abgeschwächte“ Form eines Borders sei… was für ein Blödsinn. Es sind sowas von zwei unterschiedliche Rassen, was schon im Ursprung der Rasse ganz deutlich wird, man muss sich nur mal beide Rassen beispielsweise beim Hüten ansehen. Der Aussi jedenfalls ist ein toller Hund, aber eben nicht der Richtige für mich, was mir dann wider rum nach langer Recherche komplett klar wurde. Naja, ich kann meinen Eltern wohl dankbar sein, denn ich muss wohl gestehen, dass ich mich sonst nicht 12 Jahre so intensiv über „meinen“ richtige Traumhund informiert hätte und so viel auch über Hunde und die Zucht. Ich wäre dann wohl eher mit meinen Hund jeden Tag draußen gewesen, anstatt mir meinen Hund zu erträumen und zu „basteln“. Und so entstanden im Hintergrund, aber niemals bewusst schon erste Zuchtgedanken. Ich nutzte jede Gelegenheit mir Borders anzusehen, stöberte auf verschieden Homepages herum oder in Border Collie Foren und Datenbanken. Ich beobachte die Entwicklung von Züchtern, erfreute mich an Wurfplanungen und Entwicklungen, ärgerte mich aber auch über andere Wurfplanungen und fragte mich, warum die Züchter wohl gerade so entschieden haben. Ich überlegte mir meine „Traumverpaarungen“, aus denen ich dann gerne ein Welpe hätte. 

Kollin vom Saarufer
Kollin vom Saarufer

Zwischenzeitlich wurde mein Border Collie Virus auch immer mal wieder von anderen Rassen durchkreuzt, so unter anderem auch mal vom Deutschen Schäferhund. Meine große Schwester bekam mit ihrem Freund zusammen zum Beispiel einen, Kollin. So war ich doch auch gleich bei Züchterbesuchen dabei und Welpen kennen lernen, bis er dann einzog. Ich passte immer gerne auf ihn auf, ging mit ihm spazieren oder trainierte ihn. Ich denke er konnte für einen Schäferhund dann auch recht viele Tricks später ;). Naja, so ging es dann also voran, bis es bei mir nun auch endlich ernster wurde mit meinem eigenen ersten Hund. Ich war nicht nur ausgezogen, sondern es passte langsam auch alles für die große Verantwortung meines Hundes. Auch lernte ich mittlerweile Ben kennen, der ebenfalls gerne einen Hund hätte und mich in der Verantwortung unterstütze. So überzeugte ich ihn relativ schnell auch von einem Border Collie, was nicht gerade schwer war. Sein einziges Bedenken an dieser Rasse war einfach das, was eben so viele hatten, kann man so einem Hund gerecht werden?! Somit klärten wir diese Frage auf ein Neues und wogten auch nochmal andere Hunderassen mit ab, um mit einem klaren „Ja“ für ein Border Collie zu stimmen!


Wie wir zu Duke kamen...

Dukes Halbschwester Leo
Dukes Halbschwester Leo

Und so ging es nun explizit los, nach so einer langen Zeit! Ich muss gestehen, dass ich mitunter zwei Traumhündinnen und somit auch Züchter hatte, die mir beide sehr gut gefallen haben. Indy und Cara. Dukes Halbschwester Leo lernte ich dann auch recht früh kennen und verliebte mich komplett in sie. Danach folgte dann das Kennenlernen von Cara und es war einfach um mich geschehen. Die Hormone waren nun komplett da und für mich war Cara einfach umwerfend. 

Dukes Mama Cara
Dukes Mama Cara

Sie legte sich sofort auf den Rücken und lies sich ihren Bauch streicheln.. woher ich dieses Verhalten nur so in und auswendig kenne ;). War komplett zutraulich und offen, verkuschelt, aber gleichzeitig zeigte sie auch einen schönen will to please. Sie war ruhiger wie die noch jüngere Leo und nach einem schönen Spaziergang und einem langen Tag bei Michaela und Familie, viel Input und Hundegesprächen war ich hin und weg. Mit Cara stand auch das Jahr darauf einen Wurf an, wohl sogar so, dass die Welpen gerade zu Beginn der Semesterferien im Sommer Abgabe bereit waren und ich so über drei Monate komplette 24 h Zeit für den Welpen hätte. Es war einfach perfekt…

Dukes Papa Zion (Bild von happyborders.be)
Dukes Papa Zion (Bild von happyborders.be)

Doch es stand noch nicht der Deckrüde fest, was mich noch ein wenig beunruhigte. So warteten wir ungeduldig, aber freudig ab. Und dann kam der Moment wo es sicher entschieden war.. es sollte Zion werden.

Ich dachte irgendwie an „Schicksal“, denn ich hatte auch immer noch etwas Indy im Kopf. Und nun sollte Indy`s Vollbruder Zion auch noch der Papa werden. Wir waren happy und so warteten wir weiter ab… bis sie läufig wurde, dann das erste Ultraschallfoto kam und dann die Nachricht, dass es mit der Geburt losging.. und dann die ersten Fotos der kleinen Zwerge.

Indy (Foto von Borders Paradise)
Indy (Foto von Borders Paradise)

Wir wollten eigentlich einen Rüden haben, ich hatte irgendwie einen besonderen Draht zu Rüden, ich denke einfach, weil ich „mehr auf sie geprägt“ wurden bin und immer irgendwie mehr mit Rüden wie Hündinnen zu tun hatte. Ich fand sie meist „hübscher“, wegen ihrer Mähne, mir gefiel es, dass sie in der Regel größer waren, aber prinzipiell hatte ich auch absolut keinen Grund gegen eine Hündin hervorzubringen. Ben tendierte ein wenig mehr ursprünglich zu einer Hündin, da er meiner Meinung nach einfach „umgekehrt“ geprägt wurden war, da sie mehrere Familienhunde hatten, die weiblich waren, aber prinzipiell war ihm auch das Geschlecht egal. Da wir aber beide vorab ein wenig mehr zu einem Rüden tendierten, hatten wir somit die erste Wahl bei einem Rüden. 

Duke 1 Tag alt
Duke 1 Tag alt

Und dann kam die Nachricht, ich weiß es noch als sei es gestern gewesen mit dem Betreff: "Duke"

"Hallo ihr Lieben, Er ist heute um 10.13 Uhr angekommen .Cara hat den kleinen Prinzen und seine vier Schwestern erfolgreich geliefert."

 Und später folgten die ersten Fotos. Uns war es primär egal, das "nur" ein Rüde geboren war, da wir diesen „Einen“ schon wunderbar fanden und auch nichts gegen eine Hündin hatten. Später kam jedoch die Nachricht, dass es doch zwei gibt. Naja.. so fuhren wir ihn immer wieder besuchen und versuchten uns jedes Mal wieder neu zu entscheiden, welcher von den fünf Zwergen nun zu uns am Besten passen würde und so wählten wir jedes Mal wieder ihn!

Das Duke für immer Duke bleiben würde war uns von Anfang an klar. Wäre es der andere Rüde oder eine Hündin geworden, hätte sie oder er einen anderen Namen bekommen. Aber so wurde es Duke, jedes Mal wieder... Unser Traumhund.. für immer!!! 

Duke mit 6 Wochen
Duke mit 6 Wochen
Unser Duke mit ca. einem Jahr
Unser Duke mit ca. einem Jahr


Wie wir zu unserem ersten Deckrüden kamen...

Duke als Deckrüde mit 2 Jahren
Duke als Deckrüde mit 2 Jahren

Es war so nie explizit geplant oder gewollt. Wir wollten "einfach" für uns unseren perfekten Hund haben. Dafür hatte ich eben ewig gesucht und geplant.. trotz allem interessierte ich mich natürlich auch nach Duke noch weiter für die Rasse, für verschiedene Hunde, wie sie sich entwickelt haben und co. Aber Ausstellungen gehen? Das stand nun eigentlich nicht an erster Stelle auf unserer Liste, was ich mit meinem Hund machen wollte. Natürlich war ich eigentlich wenigstens einmal im Jahr auf der Hundemesse in Saarbrücken und schaute dort auch mal am Ausstellungsring vorbei... aber ich hatte immer die Pudelleute und co im Kopf, das Stylen und stundenlange Stehen auf dem Tisch zum Frisieren. 

Duke mit seinem ersten Pokal...
Duke mit seinem ersten Pokal...

Ben war noch weniger von dieser "Showbranche" begeistert gewesen. Und das Duke sich überhaupt so gut eignet für ein Deckrüde war uns auch schnuppe, für uns war er perfekt, aber objektiv als guter Zuchthund zu gelten ist doch eine andere Hausnummer. 


Michaela, Dukes Züchterin erzählte uns, dass sie in Dortmund auf der Hund und Pferd Messe wäre und fragte uns, ob wir nicht auch kommen wollten. Wir könnten Duke ja auch mal zum Spaß ausstellen, er hätte sich ja so toll entwickelt. Hmm.. die Hund und Pferd Messe. Ich wusste, das dort auch immer schöne Pferdeshows angeboten werden und es jede Menge zum Shoppen gibt. Außerdem könnten wir unter anderem wieder die wundervolle Cara und Leo sehen und mit Michaela und Matthias plaudern.  Also dachten wir uns, dass das alles doch auch ein Grund sei dorthin zu fahren und wenn wir schon da waren konnten wir Duke ja wirklich melden. Er war gerade etwas über sechs Monate, also Jüngstenklasse.. gedacht, gemacht ;). 

Duke als Star ;)
Duke als Star ;)

Es war ein wunderschönes Wochenende in Dortmund.. und alles lief perfekt. Duke hatte richtig Spaß daran, sich zu zeigen, präsentierte sich wie ein alter Hase und hatte sonst mit dem Trubel auch keinerlei Probleme. Ganz im Gegenteil genießte er die ganze Aufmerksamkeit total, ließ sich von allen und jeden den Bauch streicheln und schlief eine Runde auf seiner Decke mit seinem Panda.  Und wir plauderten nett, lernten neue Border "Verrückte" kennen und sahen, das nicht alle Aussteller "gestört" waren, sondern doch irgendwie ganz normal, zumindest so normal wie man sein kann, wenn man Border liebt :).

Duke machte den ersten Platz im Ring und bekam einen riesigen Pokal und zusätzlich wurde er auch noch als Fotomodel auf der Messe entdeckt und wirbt nun für Luposan auf Autos und den Futterverpackungen, dafür bekamen wir unter anderem ein wunderschönes Fotoshooting mit tollen Fotos. Duke war so spitze wie immer und machte alles auf Anhieb was wir von ihm "verlangten", poste wie eine eins und blühte im Rampenlicht total auf. 

Duke auf der Dortmunder Hund und Pferd Messe
Duke auf der Dortmunder Hund und Pferd Messe

Irgendwie war es wohl wieder Schicksal, denn dieses perfekte Wochenende prägte uns einfach für unser weiteres Leben. Es veränderte mein vorheriges Bild von Shows und Ausstellungen komplett und der Richterbericht zeigte uns nochmals objektiv wie toll Duke war. Ich glaube wirklich, wenn es hier anders gelaufen wäre, wäre Duke wohl heute nicht angekört oder zumindest nicht so schnell;). Aber so, konnten wir es kaum erwarten, die nächste Ausstellung zu besuchen und diese kam dann auch :). 

Duke bei seinem Sohn
Duke bei seinem Sohn

Das positive Zureden, das Duke in die Zucht gehörte und das große Interesse an ihm, die Entwicklung die immer weiter zeigte, dass er sich tatsächlich als Deckrüde mehr wie eignete, die durchweg komplett genialen Gesundheitstests und auch unsere eigene Meinung, die wir so objektiv und kritisch wie möglich trafen, bestätigten uns in unseren nächsten Schritten. So beschäftigten wir uns nochmal expliziter mit dem Thema Zucht, besuchten Seminare darüber, tauschten uns mit anderen Züchtern aus und lernten immer mehr. Uns war es von Anfang an bewusst und wichtig, sich mit damit zu beschäftigen, auch wenn wir "nur" Deckrüdenbesitzer waren. Ich finde hierbei geht man, wie Züchter auch, eine sehr große Verantwortung ein. Ich finde es wirklich mehr wie kritisch, dass nicht auch Deckrüdenbesitzer mehr Auflagen haben und beispielsweise einen Sachkundenachweis besitzen müssen. Sie beeinflussen teilweise viel mehr die Rasse, wie ein Züchter, der 2 Würfe im Jahr hat. Manche, gefragte Deckrüden haben mehr wie 5 Würfe im Jahr oder in ihrem Leben über 200 Welpen "erzeugt". 

Tochter Yin und stolzer Papa Duke
Tochter Yin und stolzer Papa Duke

Ob ich dieses "Masseneinsetzen" eines einzelnen Rüden gut oder schlecht finde, ob dies sinnvoll für eine Rasse ist oder nicht, ist wieder ein ganz anderes Thema, aber es macht doch schon sehr deutlich bewusst, wie viel Verantworung man als Deckrüdenbesitzer besitzt. Und so machen wir uns über jede Anfrage an Duke unsere Gedanken, lehne auch mal Hündinnen ab, die einfach nicht zu Duke passen oder "verschieben" die Anfrage, da wir erstmal abwarten wollen, wie sich seine Welpen entwickeln. Haben wir uns dann entschieden, ihn zum Decken "frei" zu geben, fiebern wir bei jedem Wurf von Duke mit, als wäre es unser eigener. Wir sind sehr bemüht, auch nach dem Verkauf der Welpen mit den Besitzern Kontakt zu halten und sind glücklich darüber, dass wir es bisher auch jedes Mal geschafft haben uns Dukes Kinder sogar persönlich und in "echt" anzuschauen.


Wie wir zur Zucht kamen...

Dieser Weg war dann nun auch nicht mehr weit entfernt. Wir liebten die Rasse schon ewig und spätestens mit Duke als Deckrüde befassten wir uns expliziter mit dem Thema Zucht. Wie schon erwähnt, finden wir es wichtig, auch als Deckrüdenbesitzer ein gewisses Wissen von der Zucht und der Rasse zu haben. So war es für uns mitunter selbstverständlich auch die Neuzüchterprüfung zu absolvieren und den Sachkundenachweis zu pflegen, wie ein richtiger "Züchter" mit seiner Hündin auch machen "müsste". Bei den Clubtreffen vom CfBrH waren wir sowieso schon immer dabei und engagierten uns dort ehrenamtlich und so kamen wir auch früh in die "richtige" und "echte" Züchterwelt. Wer sich in einem Verein tatkräftig beteiligt, die Rasse liebt und ein gewisses "Zuchtziel" bzw. "Ziel" für die Rasse besitzt, der redet auch über Züchterfragen mit, ärgert sich über manche Sachen im Verein oder erfreut sich an anderem. Auch auf der Züchtertagung vom Border Collie waren wir anwesend und das baldige Thema dort, worüber abgestimmt werden sollte lag uns auch am Herzen. Da wir aber "nur" Deckrüdenbesitzer" waren und noch keine "vollwertigen" Züchter, hätten wir trotz Neuzüchterprüfung und Sachkundenachweis nicht abstimmen dürfen. "Mitreden" dürfen nur richtige Züchter im Club. Dies war mitunter ein Grund, warum wir die letzten wenige Schritte um uns "Züchter" nennen zu können, nun auch noch absolvierten.  Auch unseren Züchternamen "from Peerlessborder" hatten wir schon seit längerem im Hinterkopf und die weltweite FCI Namensliste ist doch schon recht voll, somit war es für uns auch schön, dass wir uns unseren Namen schon mal sichern konnten.. 

 

Und so durften wir uns bald "Züchter" nennen. Wir zerbrachen uns immer weiter den Kopf über die Zucht, lernten immer mehr hinzu und immer mehr kennen. 

Die Frage, ob wir selbst nun wirklich züchten stand noch im Raum und wir hatten und haben es damit nie eilig gehabt. Es gehört einfach noch so viel mehr dabei und es waren noch einige Unbekannte im Raum. Der Gedanke war aber geboren und unsere Zuchtstätte "from Peerlessborder" im schönen Saarland nun fest. 


Wie wir zu Lucy kamen...

Es stand schon sehr lange fest, dass ein zweiter Hund unser "Rudel" bereichern wird. Duke war eigentlich mit 6 Monaten schon so gefestigt und perfekt in seinem Grundgehorsam, dass wir ab da schon begannen zu "schauen". Wir standen oft zu zweit auf dem Hundeplatz rum und hatten einfach noch genug Liebe, Zeit, Geld... zur "Verfügung" und Freude daran ein weiteres Hundeherz zu erobern. Klar war von Anfang an, dass es ein Border Collie wird, aber alles weitere war ziemlich offen. 

Die Suche nach Duke dauerte schon lange, aber die Suche nach Lucy war nicht weniger durchdacht. Wir wollten wieder unseren "perfekten" Hund finden, der zu uns, aber auch zu Duke passen würde. Farbe oder das Geschlecht? Das war uns vollkommen egal und wir versuchten es recht offen auf uns zukommen zu lassen, wichtig war uns der Hund an sich. So schauten wir uns einen netten Rüden in zobel an und Duke lernte ihn auch kennen, er war für sich toll, aber für uns eben nicht "richtig", wir schauten uns rot-weiße Hunde an, ee-red hatten wir sowieso immer im Blick, schauten uns eine angebliche blau zobel Hündin an, die sich recht toll entwickelt hat, aber für uns definitiv nicht die richtige Wahl gewesen wäre. Wir schauten im Aus- und im Inland, stellten Anfragen an verschiedene Züchter und Wurfplanungen und natürlich verloren wir auch nie die schwarzen Schönheiten aus dem Blick. So toll wie wir die Farbenvielfalt des Border Collies finden, so toll finden wir auch die Ursprungsfarbe schwarz und was wir bei unserer "quer Beet" Suche feststellen mussten, war doch leider, das manche Züchter "nur" auf die Farbe allein züchten und wichtige, weitere Aspekte außen vor lassen. So gibt es leider viele Hunde, die eine "tolle" Farbe haben, aber der Rest an sich nicht stimmig ist, was uns viel wichtiger ist, wie die Farbe an sich. 

Natürlich gibt es auch genau das umgekehrt, Züchter, die sehr bewusst mit "Farbe" umgehen und tolle "bunte" Hunde züchten oder Hunde, die eben schwarz sind, aber der Rest nicht stimmt.

Natürlich hatten wir den Zuchtgedanken im Hinterkopf, aber er spielte und spielt heute noch definitiv eine untergeordnete Rolle. Wie gesagt wollten wir unseren Familienhund finden und egal wie sich der oder die entwickelt hätte, wir würden sie oder ihn nie wieder hergeben. Wir suchten ein Welpe und ja es gab schon ein paar Punkte, die man auch im Welpenalter, gerade im Bezug mit einem Zuchtgedanken beachten kann und die wir beachtet haben, aber es gibt auch noch so viele Unbekannte.

Da wir aber eben den Zuchtgedanken nicht vollständig ausschlossen, waren wir offen und ehrlich zu jedem Züchter und teilten ihm auch mit, dass wir eventuell, wenn alles perfekt ist und passt mit dem "neuen Familienmitglied" züchten möchten, genau so, wie wir es uns auch offen und ehrlich von unseren Welpeninteressenten erhoffen würden. So, war die Suche vielleicht auch nochmal ein Tick "kritischer", wie wenn man "nur" ein Familienhund gesucht hätte, obwohl ich da eigentlich keinen so großen Unterschied sehe.

Das Jahr 2013 neigte sich auch langsam dem Ende zu und wir waren schon der Meinung, dass wir auch dieses Jahr kein neues Familienmitglied begrüßen könnten. Doch dann, entdeckte ich "SIE". 

Lucy´s Züchterin Britta Ludsteck hat keine eigene Homepage mehr und so entdeckte ich die "Wurfplanung" erst, als ich wieder mal die Deckmeldungen vom CfBrH durchschaute. Eine "kahle" Liste, in der nur der Zuchtname vom Rüden und der Hündin aufgeführt ist, Züchter, Decktag und weitere kleine Angaben. "Your Soul Affair from Borders Paradise x Waveny Kozmonaut", als ich dies in der Liste las stockte ich. Mir waren die Namen schon ein Begriff, der Y-Wurf von Borders Paradise beobachtet, aber ich rief sofort das komplette Pedigree auf und schaute mir die Linien genauer an und die Ahnenforschung begann auf ein Neues. 

Umso mehr ich forschte, desto mehr ich meine Züchterkollegen ausquetschte was sie noch wussten, desto mehr gefiel mir der Wurf und ich war der Meinung, allein die Verpaarung an sich war für uns großartig.. In dem Wurf wurden 3 Hündinnen und 2 Rüden geboren, bezaubernd schön und munter... viele Besuche, viele Gespräche, viele Bilder und Kuscheleinheiten später, war es klar..unsere Zaubermaus Lucy war dabei und würde unsere Familie ab nun bereichern :). 

Und zur absoluten Krönung übertraf sie auch noch unsere Vorstellungen, entwickelte sich so prächtig, unsere Gegebenheiten passten, 24h Zeit für die Welpen.. und nach reiflicher Überlegung schenkten uns Lucy und Duke unseren ersten bezaubernden Peerlessborder A-Wurf, der nun so viele Leute glücklich macht:


Wie wir zu Penny kamen...

Lange haben wir für unser weiteres Familienmitglied gesucht, Linien und Pedigrees, Hunde und Verpaarungen durchgesucht, als Züchter schaut man eh ständig, aber der Blick ging lange ganz bewusst umher für unseren dritten Hund. Weltweit waren wir auf der Suche, irgendwann 2016 wollten wir vielleicht ein neues Familienmitglied als Peerlessborder adoptieren, aber wir fanden nichts, bis wir eigentlich schon aufgeben wollten und sagten, dass wir dann einfach auf Lucys zweiten Wurf warten und davon ein bezaubernden Welpen behalten werden.. immer noch im Kopf, diese eine Verpaarung, mit wundervollen australischen Eltern und Linien, gezeugt selbst in diesem tollen Land und doch geboren in Ungarn, somit fast ein "Katzensprung", um die Geschwister und Mama doch live kennen lernen zu können. Doch der Wurf war/ist unheimlich begehrt und die Züchterin Tamara selbst, wollte sich natürlich auch selbst was zurück behalten. Da wir so eine Entscheidung, die das weitere Leben beeinflusst nicht an einem Tag treffen und Tamara die Verpaarung erst extra spät, wegen dem schon geahnten "Andrang" veröffentlichte, waren wir einfach zu spät. Mia war schon versprochen und hatte ein tolles Zuhause gefunden, wir schrieben mit Tamara nett weiter, akzeptierten es aber sofort und dachten es sollte dann wohl einfach nicht sein.. sie waren eh schon 4 Monate alt.. wer weiß.. freuen wir uns lieber auf einen kleinen Welpen von uns selbst. Damit würde so ein großer Wunsch für uns Erfüllung gehen und alles wäre mit dieser Wahl wohl auch einfacher.. 

 

So stieg bei uns nun auch die Spannung, es war mittlerweile schon lange 2017 und wir fieberten auf Lucys Wurf.. bis eine Nachricht von Tamara eintraf. Sie ist nun selbst freudiger Erwartung und würde uns gerne, wenn wir noch wollten eine von ihren drei zurückbehaltenen Hündinnen aus dem Wurf deshalb anbieten.. Geschwister von Mia, und vom erzählen verzauberten sie uns auch.. besonders Zoe, deren Verhalten und Charakter sich einfach nur traumhaft und liebevoll anhörte und selbst noch aussah wie gemalt und dann Penny, keine klassische Zeichnung, eine "schiefe" Blesse und noch einen schwarzen Punkt im Kragen, außergewöhnlich und frech. Immer auf Tour, super schnell und aktiv.. somit war die Entscheidung wenn eigentlich ganz klar, es sollte Zoe sein.. wir wussten, es sollte eine ruhigere, liebe Hündin werden, mit etwas weniger Feuer wäre passend (Lucy hat ja schon so viel ;).. eine klassische Zeichnung gefällte uns ebenfalls einfach, es war eigentlich genau das, was wir so suchten (nur mal wieder nicht etwas Buntes, aber das waren wir ja schon lange gewöhnt, war bei Lucy ja auch schon und schwarz ist einfach ebenfalls hübsch), aber dennoch ließ uns Penny da ebenfalls noch nicht los. Immer wenn Tamara von ihr erzählte, mussten wir lächeln und nach einigen Überlegungen fragten wir Tamara, ob sie Beide für uns zurück behalten würde und wir sie mal besuchen kommen könnten und sie stimmte zu. So ging die Fahrt los, fast 1.000 km und 10 h zu den Kleinen, die mittlerweile schon 6 Monate waren.. mitten ins irgendwo.

Penny im Hotel
Penny im Hotel

Sie wuchsen auf einer Farm auf, ein kleines Haus, rundherum Land, Schafe, hübsche Border Collies und Penny. Penny, die uns gleich so freudig begrüßte, als würden wir sie ewig kennen und Tamara, die gleich sagte, dass sie das so normal nie bei fremden Leuten macht (was wir ehrlich gesagt zuerst gar nicht so ganz glauben konnten) und dann die süße, brave, etwas zurückhaltenere Zoe, die, die es doch eigentlich werden sollte, oder etwa nicht? Wir lernten beide, junge Hündinnen ganz genau kennen, beide waren toll, auch ihre Geschwister und Mama.. wir gingen mit ihnen alleine spazieren, wir gingen mit ihnen und Lucy spazieren, wir beschäftigten uns mit ihnen so intensiv, wie es irgendwie ginge, um sie möglichst gut kennen zu lernen und nicht nur die Frage, welche von beiden, sondern auch ob überhaupt eine von den beiden zu uns, unserem Leben passt und sie bei uns glücklich werden könnten.. .

Penny im Hotelzimmer in Wien
Penny im Hotelzimmer in Wien

Dadurch, dass sie ja wirklich schon älter waren, konnte man nochmals mehr sehen, wie bei einem 8 Wochen alten Welpen.. und wir trafen unsere Entscheidung nicht leichtfertig.. aber bei allem war es irgendwie Penny..  Penny, die uns verzauberte und um den Finger wickelte, Penny, die freudig mit uns mitlief, sich von Anfang an wirklich bei uns wohl fühlte und uns vertraute.. Penny, die die Ruhe selbst war, ausgeglichen und trotzdem Feuer und Quatsch im Kopf und einen schönen will to please.. Penny, die einfach plötzlich die tollste Zeichnung hatte, weil sie schlichtweg einfach perfekt zu ihr passte.. Penny, mit ihrem einfach süßesten Ausdruck.. Penny, die einfach kam, unbedingt zu uns wollte und somit siegte in allen Belangen! 

Und somit kam Penny auch wirklich.. und wir lernen die "große Welt" nun zusammen kennen. Vielen lieben Dank Tamara, für unsere jetzt schon total geliebte Yonder Oaks Miss Money Penny! Wir hoffen und denken, dass sie unser Peerlessborder-Team toll ergänzen wird und freuen uns auf eine hoffentlich großartige Zukunft mit ihr!